In einem tiefen Wald wuchs ein kleiner Baum. Er war jung und zierlich, während die mächtigen Eichen um ihn herum groß und beeindruckend waren. Oft blickte er neidisch zu ihnen hinauf, da er glaubte, er sei zu schwach um je etwas Bedeutendes zu sein.
Eines Tages kam eine alte Eule geflogen und bemerkte die Traurigkeit des kleinen Baumes. Sie sagte: ”Sieh nur, wie unterschiedlich wir alle sind. Die großen Bäume haben ihre Stärke, weil sie hoch hinaus wachsen und und den Winden trotzen. Doch du, kleiner Baum, hast deine eigene Kraft. Deine Flexibilität und dein Mut, auch in der kleineren Form zu wachsen, sind ebenso wertvoll.
Der kleine Baum hörte wohl ihre Worte, doch zweifelte er immer noch. Er wünschte sich so sehr so groß und stark wie die Eichen zu sein.
Die Jahre vergingen und der kleine Baum wuchs langsam und er wurde stärker- nicht weil er sich veränderte sondern weil er begann sich selbst zu akzeptieren. Er lernte, seine eigene Form zu lieben, seine Schwächen zu akzeptieren und stolz auf das zu sein was er war.
Und eines morgens, als die Sonne aufging, sah er auf sich selbst und fühlte eine tiefe Zufriedenheit. Er hatte erkannt, dass seine Schönheit in seiner Einzigartigkeit lag. Nicht in der Größe oder Stärke sondern darin, wer er war.
Es war einmal eine Gruppe von Fröschen, die einen Wettlauf machen wollten.
Ihr Ziel war es, die Spitze eines hohen Turmes zu erreichen.
Viele Zuschauer hatten sich bereits versammelt, um diesen Wettlauf zu sehen und sie anzufeuern. Das Rennen konnte beginnen.
Von den Zuschauern glaubte niemand so recht daran, dass es möglich sei, dass die Frösche diesen hohen Gipfel erreichen konnten.
Alles, was man hören konnte, waren Aussprüche wie:
„Ach, wie anstrengend!!!
„Die werden sicher NIE ankommen!“
oder:
„Das können sie gar nicht schaffen, der Turm ist viel zu hoch!“
Die Frösche begannen, zu resignieren, außer einem, der kraftvoll weiter kletterte.
Die Leute riefen weiter:
„Das ist viel zu anstrengend!!! Das kann niemand schaffen!“
Immer mehr Frösche verließ die Kraft und sie gaben auf.
Aber der eine Frosch kletterte immer noch weiter. ER wollte einfach nicht aufgeben!
Am Ende hatten alle aufgehört, weiter zu klettern, außer diesem einen Frosch, der mit enormem Kraftaufwand als Einziger den Gipfel des Turmes erreichte!
Jetzt wollten die anderen Mitstreiter natürlich wissen, wie er das denn schaffen konnte! Einer von ihnen ging auf ihn zu, um ihn zu fragen, wie er es geschafft hatte, diese enorme Leistung zu bringen und bis ans Ziel zu kommen.
Es stellte sich heraus:
Der Gewinner war TAUB!!!
Es war einmal eine Dorfgemeinschaft, die sich zu einer Versammlung zusammentat um zu beraten, wie sie den Dorfältesten besiegen könne. Sie neideten ihm seine enorme Weisheit!
Es wurde beschlossen, einen besonders forschen, vorlauten Mann aus ihrer Mitte mit einem lebenden Vogel in der Hand vorzuschicken.
Er sollte den Weisen fragen: "Alter Mann, sage mir, das was in meiner Hand ist, ist es lebend oder tot?"
Sollte er antworten: "Es ist tot", so würde der Forsche die Hand öffnen und den lebenden Vogel präsentieren.
Würde der Alte aber sagen: "Es ist lebend", so sollte der Vorlaute zudrücken um den Vogel zu töten....
Sie traten mit ihrer Frage vor den Dorfältesten.... Wollt ihr nun wissen, wie er antwortete??? Schaut mal:
"Das, was in deiner Hand liegt, ob es lebend ist oder tot ??!
Es liegt in deiner Hand!"
In China musste eine Frau jeden Tag Wasser vom Fluss holen. Sie trug über ihren Schultern eine Stange. Von deren Enden hingen zwei große Schüsseln.
Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung vom Fluss zum Haus der Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.
Zwei Jahre lang geschah dies täglich. Die Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung und sagte oft spottend zu ihrer Begleiterin: „Du hast ja echt einen Sprung in der Schüssel!“ Die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.
Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der Frau: „Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“
Die Frau lächelte. „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht? Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“
Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind genau diese Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.
Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert, und am meisten gefielen mir die Tiere. Vor allem der Elefant hatte es mir angetan. Wie ich später erfuhr, ist er das Lieblingstier vieler Kinder. Während der Zirkusvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft
Nach der Vorstellung aber und auch in der Zeit bis kurz vor seinem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuß an einem kleinen Pflock angekettet. Der Pflock war allerdings nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich außer Zweifel, dass ein Tier, dass die Kraft hatte, einen Baum mitsamt der Wurzel auszureißen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte. Dieses Rätsel beschäftigt mich bis heute. Was hält ihn zurück? Warum macht er sich nicht auf und davon?
Als Sechs- oder Siebenjähriger vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen. Also fragte ich einen Lehrer, einen Vater oder Onkel nach dem Rätsel des Elefanten. Einer von ihnen erklärte mir, der Elefant mache sich nicht aus dem Staub, weil er dressiert sei. Meine nächste Frage lag auf der Hand: “Und wenn er dressiert ist, warum muss er dann noch angekettet werden?“ Ich erinnere mich nicht, je eine schlüssige Antwort darauf bekommen zu haben.
Mit der Zeit vergaß ich das Rätsel um den angeketteten Elefanten und erinnerte mich nur dann wieder daran, wenn ich auf Menschen traf, die sich dieselbe Frage irgendwann auch schon einmal gestellt hatten. Vor einigen Jahren fand ich heraus, dass zu meinem Glück doch schon jemand weise genug gewesen war, die Antwort auf diese Frage zu finden:
Der Zirkuselefant flieht nicht, weil er schon seit frühester Kindheit an einem solchen Pflock gekettet ist.
Ich schloss die Augen und stellte mir den wehrlosen, neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher, dass er in diesem Moment schubst, zieht und schwitzt und sich zu befreien versucht. Und trotz aller Anstrengungen gelingt es ihm nicht, weil dieser Pflock zu fest in der Erde steckt. Ich stellte mir vor, dass er erschöpft einschläft und es am nächsten Tag gleich wieder versucht, und am nächsten … Bis eines Tages, eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages, das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich in sein Schicksal fügt. Dieser riesige, mächtige Elefant, den wir aus dem Zirkus kennen, flieht nicht, weil der Ärmste glaubt, dass er es nicht kann. Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt. Und das Schlimmste dabei ist, dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.
Als ein junger Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen alten Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer zurückwarf.
Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das tue? Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenuntergang hier liegen blieben.
“Aber der Strand ist viele Meilen lang und tausende von Seesternen liegen hier”, erwiderte der junge Mann; “was macht es also für ein Unterschied, wenn du dich abmühst? “
Der alte Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand, warf ihn in die rettenden Wellen und meinte “Für diesen hier macht es einen Unterschied!”.
Ein Mann sucht nachts unter einer Laterne nach seinem Schlüssel.
Ein Freund fragt, wo er ihn denn verloren habe.
Der Mann zeigt in die dunkle Gasse.
„Aber warum suchst du dann hier?“
„Weil hier Licht ist.“
Oft suchen wir Antworten dort, wo es bequem ist - nicht, wo wir sie finden...
Im Wald kursiert das Gerücht, dass der Bär eine Todesliste führe und jedes Tier, das darauf steht, sterben müsse.
Am nächsten Tag nahm der Hirsch all seinen Mut zusammen und ging zum Bären um zu fragen, ob er auch auf der Liste stünde. "JAAAAA, AUCH DU STEHST AUF MEINER LISTE" brummte der Bär.
Am nächsten Tag war der Hirsch tot und alle Tiere fürchteten sich und niemand traute sich mehr, den Bär aufzusuchen. Bis sich eines Tages das Wildschwein zu ihm traute und auf seine Frage, ob er auch auf der Liste stünde, die Antwort bekam "JAAAAA, AUCH DU STEHST AUF MEINER LISTE".
Am nächsten Morgen war auch der Eber tot und die Panik ergriff nun alle Tiere und auch den pfiffigen Hasen. Doch gegen Mittag fasste der Hase sich ein Herz und ging zum Bär, der ihn grimmig anstarrte.
Der Hase frage: "Du Bääääääääääär, sag mal" *Mümmel Mümmel vor lauter Aufregung* "stehe ich auch auf Deiner Liste?"
"JAAAAAAA, AUCH DU STEHST AUF MEINER LISTE" grollte der Bär
"Kannst Du mich bitte streichen?" fragte der clevere Hase.
"KLAR" brummte der Bär und strich den Schlauhasen von seiner Liste.