Das 10 Schritte Impulsprogramm
Das 10-Schritte-Impulsprogramm nutzt die Fähigkeit deines Gehirns, sich auch im Erwachsenenalter ständig neu zu vernetzen — ein Prozess, der als Neuroplastizität bekannt ist. Ziel ist es, Angst und Panik durch gezielte Impulse zu schwächen, indem man die neuronalen Verknüpfungen, die Angstverstärken, bewusst verändert. Am Anfang mag das kompliziert erscheinen, doch bei genauer Betrachtung ist es viel einfacher, als es klingt. Dank neuester Erkenntnisse der Hirnforschung wissen wir heute genau, wie bestimmte Denk- und Visualisierungsmuster, vor allem jene, die sich um Worst-Case-Szenarien drehen, dazu führen, dass Menschen, die eigentlich gesund sind, plötzlich in Angst und Panik geraten. Hier setzt das Impulsprogramm an: Denn wenn bestimmte Denkweisen Angstzustände hervorrufen, gibt es zwangsläufig auch eine andere Denkweise, die diese Angst wieder auflösen kann. Diese alternative Denkweise lernst du durch das Programm.
Der Kern dieser Technik basiert auf einer einfachen, aber kraftvollen Frage: „Wie würde dein Leben aussehen, wenn alles perfekt läuft?“ Wenn du Menschen mit Ängsten diese Frage stellst, antworten sie oft nur mit kurzen Worten wie: „Ohne Panik.“ Viel mehr fällt ihnen meist kaum ein. Fragst du jedoch, was sie in ihrem Leben nicht mehr wollen, öffnen sich bei den meisten die Geschichten, und sie erzählen minutenlang.
Probiere dieses Experiment doch einmal bei dir selbst aus. Nimm dir jetzt ein paar Minuten Zeit und schreibe auf, was dir an deinem aktuellen Leben nicht gefällt. Danach, stell dir vor, wie dein Leben sein könnte, wenn alles wirklich großartig ist. Formuliere deine Vision ausschließlich in positiven Worten. Die Dinge, die du in den ersten Minuten aufgeschrieben hast, kannst du dabei getrost ausblenden.
Den meisten Menschen fällt es ihnen leichter, die erste Aufgabe zu erfüllen, während die zweite oft deutlich weniger inspirierende Ergebnisse liefert. Das ist ein klarer Beweis dafür, wie stark das Gehirn bei Angstpatienten in den negativen Bereich vernetzt ist, während die positiven Verbindungen viel schwächer ausgeprägt sind. Aber keine Sorge: Auch wenn du schon seit Jahren hauptsächlich in negativen Gedankenmustern unterwegs bist, bedeutet das keineswegs, dass du ewig in diesem Muster verbleiben musst. Es gibt zwei effektive Methoden, die dein Gehirn wesentlich schneller umprogrammieren können, als du es dir vielleicht vorstellen kannst.
*Die Vorbereitungen für das 10-Schritte-Impulsprogramm*
Der Ausgangspunkt ist eine einfache, aber sehr kraftvolle Frage: „Wie würde dein Leben aussehen, wenn alles perfekt läuft?“ Schreibe dazu auf ein Blatt Papier zehn Sätze, die deine Vision eines glücklichen und erfüllten Lebens beschreiben. Bevor du jedoch sofort loslegst, ist es wichtig, fünf grundlegende Regeln zu beachten. Denn hier geht es um mehr als nur positives Denken – wir möchten eine echte Umprogrammierung deines Gehirns erreichen. Dafür musst du verstehen, nach welchen Prinzipien dein Gehirn arbeitet und wie du diese gezielt beeinflussen kannst.
Unser Denken verläuft größtenteils durch eine Art innere Stimme, die wir in unserem Kopf hören, wenn wir nachdenken. Falls dir das bisher noch nicht bewusst war, kannst du es jetzt sofort testen. Denk dazu an einen Satz und wiederhole ihn fünfmal in deinem Geist:
„Ich freue mich schon sehr darauf, bald wieder vollkommen gesund zu sein!“
(Wichtig: Führe diese Übung erst fünfmal in Gedanken durch, bevor du weiterliest.)
Hast du bemerkt, was passiert ist? Wahrscheinlich hast du den Satz nicht nur gehört, sondern auch eine leichte Veränderung in deinem Gefühl wahrgenommen. Das zeigt, wie stark unsere inneren Gedanken und die Sprache, die wir dabei verwenden, unser emotionales Befinden beeinflussen. Die Worte, die wir im Kopf formulieren – egal ob laut oder nur in Gedanken – wirken wie das Betriebssystem eines Computers: Sie sind die Grundlage, auf der alles andere aufgebaut wird. Jedes einzelne Wort hat eine Bedeutung, die du vielleicht noch nicht vollständig eingeschätzt hast. Genau aus diesem Grund sind die *Das 10-Schritte-Impulsprogramm* und die *die 5-Pfade-Strategie* so wirksam und haben weltweit viele Anhänger.
*Hinweis:
Die 5-Pfade-Strategie und die 5 Regeln, die du gleich kennenlernen wirst, sind zwei unterschiedliche Ansätze. Während die 5-Pfade-Strategie dafür sorgt, dass dein neuronales Wachstum in eine positive Richtung deutlich beschleunigt wird, bilden die fünf Regeln die Grundlage dafür, wie du deine 10-Sätze formulieren solltest, damit dein Gehirn sie wirklich aufnehmen und verarbeiten kann.
Fünf Regeln, damit das 10-Schritte-Impulsprogramm effektiv ist
Diese fünf Regeln helfen dir, deine innere Sprache so zu steuern, dass dein Gehirn optimal neu vernetzt wird. Wenn du diese Regeln beherrschst und regelmäßig anwendest, kannst du dein Leben in einem Tempo zum Positiven verändern, das viele Experten für unmöglich halten. Doch die Erfahrungen zahlreicher ehemaliger Angstpatienten, die uns Jahr für Jahr mit Dankesmails erreichen, zeigen: Mit dem *10-Schritte-Impulsprogramm* hast du eine echte Chance, endlich frei von Angst zu werden. Selbst wenn du schon seit vielen Jahren darunter leidest und dich als „austherapiert“ siehst, ist das möglich. Vorausgesetzt, du hältst dich an die folgenden Regeln:
Regel 1: Formuliere deine zehn Sätze ohne Negationen.
Das bedeutet, dass in deinen Sätzen keine Verneinungen vorkommen dürfen. Beispiele für Negationen wären „keine Angst“ oder „keine Sorgen“. Warum ist das problematisch? Weil dein Gehirn es unmöglich hat, in Negation zu denken. Um das zu verdeutlichen, machen wir einen kleinen Test:
Stell dir vor, du wirst aufgefordert, an etwas zu denken, was eigentlich unmöglich ist: Versuche, jetzt auf keinen Fall an einen Bären zu denken, der auf einem Fahrrad unterwegs ist. Er trägt keine dunkle Sonnenbrille, und auf seinem Rücken ist kein gelber Rucksack sichtbar.
Und was passiert? Hast du den Bären vor deinem inneren Auge gesehen? Wahrscheinlich nicht. Das liegt daran, dass dein Gehirn es unmöglich hat, in Negationen zu denken. Damit dein Gehirn überhaupt eine Vorstellung davon bekommt, was es vermeiden soll, muss es sich die Information zuerst vorstellen. Genau dadurch entstehen bestimmte neuronale Verknüpfungen. Das bedeutet: Wenn du dir zum Beispiel ständig sagst: „Ich will KEINE Panikattacken mehr haben“, dann sorgst du nur dafür, dass dein Gehirn die Angst noch stärker vernetzt, weil es die Begriffe „Panik“ und „nicht mehr haben“ miteinander verbindet.
Im weiteren Verlauf dieses Artikels wirst du immer wieder aufgefordert, kleine Tests durchzuführen. Das soll dir helfen, nicht alles einfach so zu glauben, sondern die Aussagen selbst zu hinterfragen. Es ist wichtig, kritisch zu bleiben und zu prüfen, was wirklich für dich stimmt. Wahrscheinlich hast du schon lange genug auf sogenannte Experten und ihre Ratschläge gehört – ohne dass sich dadurch deine Angst wirklich gelöst hätte. Deshalb möchte ich dich ermutigen, wieder die Verantwortung für dein eigenes Leben zu übernehmen. Lerne deine persönlichen Mechanismen der Angst kennen und verstehe dich selbst besser. Dadurch wirst du immer mehr spüren, wie du durch deine eigene Sprache dein Leben unbewusst programmierst. Diese inneren Programmierungen beeinflussen alle Lebensbereiche.
Mit diesen Techniken, kannst du nicht nur Angst leichter überwinden, sondern auch mehr Erfolgserlebnisse in dein Leben ziehen. Denn letztlich basiert Erfolg vor allem darauf, wie du dich selbst – aber auch deine Eltern und dein Umfeld – über die Jahre hinweg (oft unbewusst) programmiert haben.
Regel 2: Formuliere stets in positiven Worten.
Diese Regel folgt automatisch, wenn du dich an die erste Regel hältst. Statt beispielsweise zu sagen: „Ich will keine Angst mehr haben“, solltest du künftig sagen: „Ich bin mutig und selbstbewusst.“ Wenn dein Gehirn den ersten Satz verarbeitet, sucht es unwillkürlich nach Situationen, in denen du Angst erlebt hast. Beim zweiten Satz hingegen wird es nach Erfahrungen suchen, bei denen du bereits mutig und stark gewesen bist.
Achte auch darauf, keine versteckten Negationen in deinen Formulierungen zu verwenden. Wörter wie „sorgenfrei“ oder „schuldenfrei“ enthalten bereits negative Bedeutungen. Das Wort „frei“ in diesen Fällen ist gleichbedeutend mit „keine“ oder „ohne“. Statt „sorgenfrei“ kannst du zum Beispiel sagen: „Ich lebe voll im Hier und Jetzt und genieße jeden Moment.“ Für „schuldenfrei“ könntest du formulieren: „Ich habe immer genug Geld, um das zu tun, was mir wichtig ist.“ Auch das Wort „entspannt“ enthält eine versteckte Negation, denn es bedeutet „ohne Anspannung“. Stattdessen kannst du sagen: „Ich fühle mich ruhig und gelassen, weil ich im Einklang mit mir selbst bin.“ Statt „locker und leicht“ könntest du auch sagen: „ungezwungen und fröhlich“.
Vielleicht fragst du dich jetzt: „Warum sollte nur das Ändern meiner Gedanken mein Leben sofort verändern – zum Beispiel, um mehr Geld zu haben?“ Diese Frage höre ich häufig. Deshalb möchte ich kurz erklären: Wenn du deine Denkmuster änderst, aktivierst du neue Bereiche in deinem Gehirn. Bisher hast du wahrscheinlich viel Energie darauf verwendet, dich auf Schwierigkeiten und Probleme zu konzentrieren. Wenn du aber regelmäßig deine Aufmerksamkeit darauf lenkst, kreative Wege zu entdecken, wie dein Alltag einfacher und angenehmer werden kann, wirst du viel schneller positive Resultate erzielen. Das klingt vielleicht im ersten Moment nach Esoterik, lässt sich jedoch sehr gut mit wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauern:
Dein Unterbewusstsein verarbeitet täglich mehr als 80.000 Informationen. Das ist so, als hättest du eine Armee von Helfern, die jeden Morgen auf ihre Anweisungen warten. Wenn du deinem Unterbewusstsein ständig den Auftrag gibst, alles zu finden, was dich an Erfolg und einem glücklichen Leben hindert, wird es genau das liefern. Aber stell dir vor, wie dein Leben aussehen könnte, wenn dein Gehirn unbewusst jede Sekunde nach Möglichkeiten sucht, dein Leben schneller, schöner und leichter zu machen.
Regel 3: Formuliere deine zehn Sätze in der Gegenwart.
Unsere neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen, dass unser Gehirn besonders aktiv wird, wenn wir etwas tatsächlich erleben. Noch faszinierender ist jedoch die Tatsache, dass wir fast ebenso viele neuronale Verbindungen aufbauen, wenn wir uns etwas sehr lebhaft vorstellen. Wenn du dir also vorstellst, dass du dein Ziel bereits erreicht hast, fällt es dir mit der Zeit immer leichter, tatsächlich dorthin zu gelangen.
Dieses Prinzip wird im Spitzensport seit Jahren erfolgreich eingesetzt und ist ein zentraler Bestandteil des sogenannten Mentaltrainings. Wenn eine Eiskunstläuferin beispielsweise eine komplexe Figur einstudieren möchte, wird ihr Trainer sie bitten, diese Figur immer wieder in Gedanken durchzugehen. Mal konzentriert sie sich nur auf den Ablauf, ein anderes Mal auf das Körpergefühl: Wie fühlt es sich an, wenn die Muskeln die Bewegung perfekt ausführen? Wichtig ist, dass sie dabei so tut, als wäre die Situation bereits Realität. Studien belegen, dass durch zusätzliches Mentaltraining die Trainingszeit um bis zu 40 Prozent verkürzt werden kann – im Vergleich zu rein körperlicher Wiederholung.
Wenn solch eine bewährte Strategie im Sport funktioniert, warum solltest du sie nicht auch nutzen, um deine Gesundheit und dein Wohlbefinden zu verbessern? Deshalb solltest du deine *10-Sätze* ausschließlich in der Gegenwart formulieren, selbst wenn du glaubst, dass es Jahre dauern wird, bis du dein Ziel erreichst. Deine Sätze müssen sich nicht nur auf dein körperliches oder seelisches Wohlbefinden beziehen. Auch alltägliche Wünsche und Ziele sind hervorragend geeignet, um dein Gehirn in eine positive Richtung zu lenken. Zum Beispiel: „Ich verbringe gerade einen wundervollen Urlaub auf den Malediven“ oder „Ich lebe in einer liebevollen Partnerschaft.“ Diese Sätze helfen dir, dein Leben auf eine positive Art und Weise zu visualisieren.
Regel 4: Formuliere deine Sätze so konkret wie möglich.
Je genauer du beschreibst, wie dein Leben aussehen soll, wenn alles perfekt ist, desto schneller kann dein Gehirn die entsprechenden neuronalen Verknüpfungen aufbauen. Allgemeine Aussagen wie „Mir geht es gut“ oder „Ich bin glücklich“ bieten zu wenig Anhaltspunkte für dein Gehirn, um effektiv Verbindungen zu schaffen. Stattdessen solltest du Sätze formulieren, die konkrete zukünftige Situationen beschreiben, die du erleben möchtest, sobald du deine Ängste dauerhaft überwunden hast.
Achte dabei vor allem auf Lebensbereiche, in denen du Vermeidungsverhalten praktizierst. Wenn du zum Beispiel schon lange nicht mehr mit dem Auto gefahren bist, könnte dein Satz lauten: „Ich freue mich darauf, spontan mit meinem Auto irgendwohin zu fahren.“
Hier sind noch weitere Beispiele, wie solche konkreten Affirmationen aussehen könnten:
- Morgens wache ich erfrischt und voller Energie auf, bereit, den Tag zu genießen.
- Ich schätze meine neue Arbeit sehr, habe Freude an den netten Kollegen und freue mich jeden Tag darüber, wie wertgeschätzt ich dort werde.
- Mein Auto bringt mir jeden Tag gute Laune, und ich genieße es, spontan unterwegs zu sein.
- Ich lade Freunde zu einem gemütlichen Essen ein und liebe es, Gastgeber zu sein und schöne Momente zu teilen.
- Ich behandle mich selbst mit der gleichen Freundlichkeit und Fürsorge, die ich auch meinen besten Freunden schenke.
- Ich spreche positiv mit mir, achte auf eine gesunde Ernährung und umgebe mich nur noch mit Menschen, die mir gut tun.
- Zwei Mal pro Woche treibe ich meine Lieblingssportart und fühle mich in meinem Körper richtig wohl.
- Es fällt mir leicht, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, und ich schenke jedem ein herzliches Lächeln. Die positive Energie, die ich dadurch ziehe, kehrt doppelt zurück.
- Ich pflege alte Freundschaften und freue mich jeden Tag über die inspirierenden, liebevollen Menschen, die mein Leben bereichern.
- Mein Leben ist voller schöner Aktivitäten (z.B. Spaziergänge in der Natur, kreative Hobbys, Reisen), und ich freue mich, wie mein Radius für neue Erfahrungen Woche für Woche wächst.
- Ich wähle bewusst nur noch Informationen, die mir dabei helfen, mein Leben leichter, fröhlicher und erfolgreicher zu gestalten.
- Mein Hobby (z.B. Malen, Gärtnern, Kochen) ist inzwischen mein Beruf, und ich liebe es, mit Freude gutes Geld zu verdienen, während ich das tue, was mir wirklich Spaß macht.
- Ich fühle mich abends entspannt und zufrieden, weil ich jeden Tag bewusst schöne Momente erlebt habe.
- Mein Zuhause ist ein Ort voller Harmonie, Wärme und positiven Schwingungen.
- Ich genieße es, neue Dinge zu lernen und wachse täglich an meinen Herausforderungen.
- Ich freue mich auf die kommenden Tage, weil ich weiß, dass sie voller Freude und Erfolg sein werden.
- Ich umgebe mich mit inspirierenden Menschen, die mich motivieren und unterstützen.
- Mein Alltag ist erfüllt von kleinen, glücklichen Momenten, die mein Herz höher schlagen lassen.
- Ich nehme mir regelmäßig Zeit für mich selbst und tue nur Dinge, die mir wirklich guttun.
- Mein Geist ist voller positiver Gedanken, die mir helfen, alle Hindernisse mit Leichtigkeit zu überwinden.
- Ich fühle mich abends erfüllt und dankbar, weil ich den Tag bewusst mit positiven Erlebnissen abgeschlossen habe.
- Mein Zuhause ist ein Ort voller Ruhe, Liebe und angenehmer Energie.
- Ich freue mich darauf, regelmäßig Neues zu entdecken und wachse jeden Tag durch meine Erfahrungen.
- Ich blicke voller Vorfreude auf die Zukunft, weil ich weiß, dass sie voller Freude und Erfolg steckt.
- Ich umgebe mich mit Menschen, die mich inspirieren und mein Leben bereichern.
- Mein Alltag ist voller kleiner Glücksmomente, die mein Herz zum Lächeln bringen.
- Ich nehme mir bewusst Zeit für mich selbst und tue nur Dinge, die mich wirklich glücklich machen.
- Mein Geist ist voll positiver Gedanken, die mir helfen, alle Herausforderungen mit Leichtigkeit zu meistern.
Regel 5: Sorge dafür, dass deine Ziele für dich selbst realistisch erreichbar sind.
Das bedeutet nicht, dass du nur auf kleinste, machbare Ziele setzen solltest. Im Gegenteil: Je größer deine Visionen sind, desto kraftvoller wird deine Motivation sein. Das klingt vielleicht zunächst widersprüchlich, lässt sich aber durch neurowissenschaftliche Studien erklären.
Wichtig ist, dass du deine Ziele nicht von anderen Menschen abhängig machst. Niemand außer dir trägt die Verantwortung für dein Leben. Du entscheidest jeden Tag, was du tust, was du vermeidest und mit wem du deine Zeit verbringst. Wenn du bereits in einer glücklichen Partnerschaft lebst oder einen tollen Chef hast, kannst du diese positiven Aspekte natürlich in deine Affirmationen aufnehmen.
Beispiel für die fünfte Regel:**
Stell dir vor, du bist seit Jahren unzufrieden in deinem Job, weil dein Chef dich als unsympathisch empfindet. Dein Satz könnte dann lauten: „Ich fühle mich in meiner aktuellen Arbeit absolut wohl.“
Das ist eine typische Fehlerformulierung, weil sie nicht wirklich „selbst erreichbar“ ist. Hier hängt dein Wohlbefinden von jemand anderem ab – in diesem Fall von deinem Chef. Solange sich dieser nicht verändert, kannst du dein Glück kaum selbst in die Hand nehmen. Eine solche Affirmation führt eher zu einem Gefühl der Ohnmacht und Abhängigkeit, weil du dein Glück an das Verhalten einer anderen Person knüpfst, die ihre eigenen Interessen verfolgt und vermutlich wenig Rücksicht auf deine Gefühle nimmt.
Besser wäre eine Formulierung wie: „Ich finde einen Arbeitsplatz, an dem meine Fähigkeiten anerkannt und angemessen wertgeschätzt werden.“
Bei dieser Aussage liegt die Verantwortung ganz bei dir. Du kannst dir überlegen, welche Fähigkeiten du hast und was dein idealer Job sein müsste, damit du wirklich aufblühst. Sobald du dir klar bist, was du willst, kann dein Unterbewusstsein gezielt nach den passenden Möglichkeiten suchen. Dein Gehirn bekommt einen konkreten Auftrag, der dir hilft, keine Chance mehr zu verpassen, um genau den Job zu finden, der perfekt zu dir passt.
Viele Menschen mit Ängsten kennen genau die Dinge, die sie vermeiden möchten – einen Chef, der nur kritisiert, einen schlecht bezahlten Job oder eine Arbeit, die langweilig und unbefriedigend ist. Doch wenn du dich nur auf das konzentrierst, was du nicht willst, schickst du dein Unterbewusstsein auf die Suche nach genau diesen Dingen. Das Ergebnis ist häufig, dass du Stellenangebote bekommst, die kaum besser sind als das, was du schon hast.
Gleiches gilt auch für zwischenmenschliche Beziehungen: Solange du deinem Unterbewusstsein nur sagst, was du nicht mehr möchtest, wirst du immer wieder Menschen treffen, die genau diese unerwünschten Eigenschaften zeigen.
Wenn du deine zehn Sätze fertig formuliert hast, ist es Zeit, dein Gehirn so schnell wie möglich neu zu vernetzen. Dafür verwenden wir eine bewährte Technik aus der Hirnforschung, die wir gern den „Beschleuniger für dein inneres Wohlbefinden“ nennen: die *5-Pfade-Strategie*. Wie genau diese funktioniert, erfährst du in einem weiteren Blogartikel, den wir für dich verlinkt haben: [Die 5-Pfade-Strategie].